Hauptpreis 2017

Plattform zur aktiven Ansteuerung von Robotern durch menschliche Bewegungen

Die in Reutlingen ansässige Buck Engineering & Consulting GmbH gehört zu den führenden Anbietern für robotische Lösungen in den Bereichen Industrie, Forschung und Medizintechnik. Von Matthias Buck im Jahr 2003 noch als Student in einer Garage gegründet, zählt BEC heute zu einer der etablierten Hightech-Firmen in Baden-Württemberg. Seit Eröffnung der ersten US-Niederlassung mit Sitz in Atlanta ist das Unternehmen darüber hinaus auch als Global Player auf dem amerikanischen Markt vertreten.

Als Spezialist für Mensch-Maschine-Interaktion hat das Unternehmen eine flexible Plattform entwickelt, die erstmalig erlaubt, Befehle und Signale des Menschen dynamisch in die Bewegung von Maschinen zu integrieren. Sie findet etwa in der Bestrahlung von Krebspatienten Anwendung: Der Behandlungstisch und das Bestrahlungsgerät richten sich automatisch aufeinander aus, und das System passt sich bei Bewegungen der bestrahlten Stelle, etwa durch die Atmung des Patienten im Lungenbereich, in Echtzeit an. Dadurch kann der Tumor bei gleichzeitiger Schonung gesunden Gewebes zielgerichteter bestrahlt werden.

Aber auch bei Flugsimulationen erlaubt die Lösung von Buck neue Möglichkeiten: Der Mensch kann den Kurs des Flugzeugs aktiv bestimmen und dank des enormen Bewegungsbereichs des Roboters in dem er sitzt, die wirkenden Kräfte spüren. Dies ermöglicht äußerst realitätsnah das Training kritischer Situation.

Das Besondere an den Technologie: Das Unternehmen setzt nicht auf vorprogrammiert ablaufende Schemata, sondern vertraut im Bereich der Mensch-Roboter-Kooperation auf biometrisch gesteuerte Simulatoren. Eine der größten Herausforderung war dabei, die elektrischen und mechanischen Sicherheitsanforderungen zu erfüllen, wenn Mensch und Maschine in eine so enge Interaktion treten.

Den Vergleich mit anderen Hightech Firmen braucht BEC nicht zu scheuen: Das Unternehmen gehört inzwischen zu den 30 am schnellsten wachsenden Unternehmen in Deutschland und untermauert diese Dynamik mit dreistelligen prozentualen Wachstumsraten jährlich. Ein Schlüsselelement für diesen Erfolg war und ist die enge Zusammenarbeit mit Forschung und Wissenschaft. Kooperationen mit dem Australian Synchrotron, der RWTH Aachen oder dem Max-Planck-Institut untermauern dies eindrucksvoll und lassen auch für die Zukunft zahlreiche spannende Projekte erwarten. So plant die Buck Engineering & Consulting GmbH ein verstärktes Engagement im Entertainmentsektor, der dank Virtual Reality zu einem der größten Wachstumsmärkte zählt und dem Unternehmen auch über die bisherigen Einsatzfelder hinaus eine interessante Zukunftsperspektive bieten dürfte.

Mehr als genug Gründe also, unserem diesjährigen Hauptpreisträger herzlich zu gratulieren!

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Preis des Handwerks 2017

Fabre – Formaldehyd basierte Abgasreinigung

Formaldehyd basierte Abgasreinigung, kurz „fabre“, nennt die merath metallsysteme GmbH aus Waiblingen ihr vollkommen neu entwickeltes System, um Stickoxide und Formaldehyd aus dem Abgas von mit Biogas betriebenen Blockheizkraftwerken (BHKW) zu filtern. Die leicht nachrüstbare Anlage vereint dabei zwei Prinzipien: eine Abgaswäsche und einen Abgaswärmetauscher. Das Abgas wird zuerst durch einen mit Fluid getränkten Filter geleitet (Wäsche). Durch chemische Reaktionen mit dem Fluid werden das krebserregende Formaldehyd und die Stickoxide zum Kunstharz Aminoplast sowie zu Wasser und Stickstoff.

Außerdem werden weitere Schadstoffe wie Schwefel- und Kohlenstoffoxide sowie Feinstaub entfernt. Nach der Wäsche wird das BHKW-Abgas in einem Wärmetauscher abgekühlt, wodurch etwa zwei Drittel der noch enthaltenen Flüssigkeit kondensieren. Auf diese Weise werden nach der Wäsche übrig gebliebene Schadstoffe weiter reduziert. Dadurch wird nicht nur die Geruchsbelästigung durch Abgase deutlich reduziert, sondern auch gesundheitliche Risiken für Beschäftigte und Anwohner werden beseitigt.

Das nach der chemischen Reinigung verbleibende Fluid entspricht leicht verschmutztem Abwasser und darf in das Abwassersystem eingeleitet werden. Der Kunstharz kann als Ausgangsstoff für die Biogasgewinnung wieder in den Biogasfermenter zurückgeführt werden. So kann dieses Abfallprodukt dank seiner Abbaubarkeit sinnvoll weiterverwendet werden. Im Gegensatz zu bereits bekannten Abgasreinigungssystemen verschwendet fabre zudem auch keine wertvolle Energie durch Nachverbrennung. Somit leistet merath mit seiner Innovation einen entscheidenden Beitrag zum Umweltschutz und unterschreitet dabei wie selbstverständlich geltende und künftige Grenzwerte deutlich.

Dabei wird die von merath entwickelte Lösung in mit Biogas betriebenen Blockheizkraftwerken ebenso eingesetzt, wie in solchen, die mit Klärgas, Deponiegas, Holzgas oder Pflanzenölen betrieben werden. Das funktioniert schon heute bei Anlagen mit einer elektrischen Leistung von bis zu 500 Kilowatt.

Die merath metallsysteme GmbH gilt als Spezialist im Bereich der Metallverarbeitung und blickt dabei auf mehr als achtzig Jahre Erfahrung zurück. In den vergangenen Jahren entwickelte sich das Familienunternehmen zudem zu einem der führenden Gehäuseexperten für Elektronik. Zur richtigen Zeit den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus zu wagen, das ist es, was merath stark macht. So verwundert es kaum, dass das Unternehmen nun auch in vermeintlich fremden Geschäftsfeldern, wie der Abgasreinigung, Erfolge erzielt. Dabei hat es merath verstanden, eigene Kompetenzen und Stärken mit dem Knowhow des Entwicklers Otmar Guiliani – ein Studienfreund des Geschäftsführers Reinhard Winger – zu bündeln. So viel Weitblick und Engagement verdienen Anerkennung und machen die merath metallsysteme GmbH zu einem würdigen Träger des diesjährigen Preis des Handwerks.

 

Wir gratulieren herzlich!

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Förderpreis 2017

Analyse und Bewertung globaler politischer Risiken

Politisch motivierte Konflikte und kriegerische Auseinandersetzungen gehören in manchen Teilen der Welt zum Alltag: Dabei gibt es zum einen die Konflikte, die zwischen Staaten ausgetragen werden, aber auch – und dies ist die Mehrheit – regional begrenzte Konflikte und Kriege. Für Unternehmen, die nach einem geeigneten Standort suchen, neue Märkte erschließen wollen oder auf der Suche nach neuen Lieferanten oder sicheren Transportwegen sind, ist es entscheidend, auf faktenbasierte und nach einer verlässlichen Methodik aufbereitete Informationen zurückgreifen zu können.

Die im Jahr 2014 als Ausgründung aus der Politikwissenschaft der Universität Heidelberg hervorgegangene CONIAS Risk Intelligence GmbH hat sich mit einer eigens entwickelten Software und einer sich permanent aktualisierenden einzigartigen Datenbank darauf spezialisiert, politische Risiken und Konfliktpotenziale überall auf der Welt frühzeitig zu erkennen und vorherzusagen. Wie haben sich frühere Konflikte entwickelt? Ist ein Muster zu erkennen? Gibt es Ähnlichkeiten zur aktuellen Situation, und lässt dies Rückschlüsse auf eine wahrscheinliche zukünftige Entwicklung zu? Unternehmen erhalten somit nicht nur eine verlässliche Entscheidungsgrundlage für eine mögliche Expansion oder Investition in einem Land oder einer Region. Die Erfahrung mit der Methodik zeigt auch, dass bereits im Land aktiven Unternehmen in der Regel vor einem kriegerischen Konflikt auch genügend Zeit bleibt, ihre Prozesse neu zu organisieren oder Mitarbeiter abzuziehen.

Treibende Kraft hinter dem Start-up ist Dr. Nicolas Schwank, der jahrelang an der Universität Heidelberg zu Konflikten, Krisen und Kriegen forschte. Der Experte hat es sich mit seinen digitalen Lösungen für die Bewertung politischer Risiken zum Ziel gesetzt, konkrete Aussagen zu allen denkbaren Standorten weltweit auch unterhalb der Staatsebene treffen und eine entsprechende Risikoeinschätzung zu diesen vornehmen zu können. Das Besondere: Diese Einschätzungen sind über geografisches Kartenmaterial, Grafiken Tabellen und kurzen Texten ungemein transparent gestaltet, sie basieren auf klar nachvollziehbaren empirischen Ereignissen und können um eigene Daten ergänzt werden. Der Entscheider selbst bleibt also mündig und muss sich an keine Experteneinschätzung gebunden fühlen.

 

Die Einsatzfelder dieses innovativen Ansatzes der Risikobewertung sind nahezu grenzenlos. CONIAS unterstützt nicht nur bei einer Standort- oder Investitionsentscheidung, sondern ist ebenso in der Lage, ein eventuelles Kreditausfallrisiko abzuschätzen. Durch die digitale Basis sind die Datensätze schon heute hochaktuell. Für die Zukunft plant CONIAS die Implementierung von Realtime-Bewertungen, die den Kunden umgehend auf Smart Devices wie Tablets oder Handys zur Verfügung gestellt werden.

 

Für diese innovative Leistung gratulieren wird dem Unternehmen zum Förderpreis 2017!

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Hauptpreis 2016

ERMS ®  (Easy Release Modular System) – elektrisches / elektronisches System zur Entriegelung einer Gasdruckfeder

Seit über 19 Jahren entwickelt und produziert die Firma AWP-Präzisionsteile GmbH aus Waibstadt Tastsysteme für Gasdruckfedern. Die innovativen Auslösesysteme sind weltweit zum Beispiel in Passagiersitzen von Zügen und Bussen, in Pflegebetten von Krankenhäusern, Massage - liegen oder Sportgeräten, in Arbeitstischen sowie Kino- oder PKW-Sitzen eingebaut. Fast überall, wo blockierbare Gasdruckfedern zum Einsatz kommen, sind Anwendungsbereiche in den unterschiedlichsten Branchen zu finden.

Nach über zwei Jahren Enwicklungsarbeit präsentiert das Unternehmen um Geschäftsführer Guido Wandschneider nun sein elektrisches / elektronisches ERMS ®  – Easy Release Modular System. Das Besondere daran wird deutlich, wenn man die bisherigen Systeme genauer betrachtet. So werden seit mehr als 50 Jahren beispielsweise in Flugzeugen mechanische „Recline“-Rückenlehnenverstellungen verbaut. Diese sind schwergängig und durch schnelleren Verschleiß auch reparaturanfälliger. Um die Rückenlehne mit bisherigen Systemen nach hinten zurückzustellen, muss der Passagier eine hohe Kraft – konkret zwischen 28 Newton (N) und 45 N – aufwenden. Bereits vor einigen Jahren war es der Firma AWP-Präzisionsteile GmbH als erstem Unternehmen der Welt gelungen, einen Auslösekopf für blockierbare Gasfedern zu entwickeln, der die erforderliche Auslösekraft der Gasfeder mechanisch bis zu 97 % reduziert.

Mit der Weiterentwicklung zum elektrischen / elektronischen ERMS ®  wird die notwendige Betätigungskraft zum Entriegeln einer Gasdruckfeder noch einmal auf 2 N bis 5 N deutlich reduziert. „Mit unserer Innovation gehören viele Nachteile mechanischer Systeme nun der Vergangenheit an“, sagt Guido Wandschneider. Kein vergleichbares System ist so leicht einzubauen und zu betätigen. Zudem ist das elektrische / elektronische ERMS ®  leicht an Gewicht: Bisherige Systeme wiesen ein hohes Eigengewicht auf, was bei bis zu 400 Sitzen, z. B. in einem Passagierflugzeug, zu einem hohen Gesamtgewicht führte. Das elektrische / elektronische ERMS ®  wiegt mit Auslösekopf und Steuereinheit nur noch 54 Gramm. Im Automobilsektor kann mit der Innovation die Verstellung der Autositze für Klein- und Mittelklassewagen ab sofort elektrisch realisiert werden, anstatt mit einem schlecht zugänglichen Rad oder Hebel. Bei Bahn- und Flugzeugsitzen ist es künftig möglich, mit einem einzigen Knopfdruck alle Lehnen senkrecht zu stellen oder zu blockieren, sodass diese durch den Passagier während der Start- und Landephase nicht mehr verstellt werden können. „Ich habe schon immer gerne getüftelt und die Dinge weiterentwickelt“, fügt Guido Wandschneider hinzu. „Umso mehr freue ich mich über den Hauptpreis dieses Wettbewerbs!“ Auch wir gratulieren zu dieser durchdachten Innovation und dem herausragenden Erfolg.

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Preis des Handwerks 2016

Thermdübel – thermisch getrennter Befestigungsanker für wärmegedämmte Außenfassaden

Wenn man auf der Schwäbischen Alb durch die beschauliche Gemeinde Inneringen fährt, begegnet man einem holzverkleideten Gebäude mit kunterbunten Klappläden. Dies ist der Firmensitz des diesjährigen Preisträgers aus dem Handwerk – der Schreinerei Hupfauf. Alexander Hupfauf leitet dort mit seinem Bruder Fabio Hupfauf und seinen Eltern den Betrieb. Seit vielen Jahren werden in dem Familienunternehmen überwiegend Fensterläden in allen denkbaren Größen und Farben hergestellt. Derzeit sind dies rund 5 000 Stück jährlich inklusive kompletter Oberflächenbehandlung und Montage.

„Vor einigen Jahren stellte ich mir die Frage, wie wir unsere Klappläden an solchen Außenfassaden optimal anbringen, die flächendeckend mit wärmedämmenden Materialien wie zum Beispiel Styropor versehen sind“, erklärt Alexander Hupfauf. „Wir wollten den Anforderungen des Gesetzgebers im Rahmen des Klimaschutzes und der Energieeinsparverordnung gerecht werden. Gleichzeitig stellte es uns vor eine Herausforderung, denn die Fensterläden auf der bis zu 200 mm starken Dämmung anzubringen war schwierig und mit einigen Nachteilen verbunden.“

Um Klappläden, Beleuchtungen, Vordächer, Markisen und andere Bauelemente an wärmegedämmten Außenfassaden zu verankern, wurden bisher Befestigungssysteme verwendet, die aus einer Materialkombination aus Metall und Kunststoff bestehen. Doch aufgrund der hohen Wärmeleitfähigkeit von Metall kühlen Wände im Bereich dieser Befestigung schneller aus. Es entstehen Wärme- bzw. Kältebrücken, die trotz der am Gebäude angebrachten Dämmung zu einem erheblichen Wärmeverlust führen. Zudem kann die bisherige Befestigungstechnik zur Bildung von Kondenswasser und damit zu Schimmelbildung im Inneren der Dämmschicht führen.

Der von Alexander Hupfauf völlig neu entwickelte Thermdübel verzichtet gänzlich auf Metall. Stattdessen ist es das erste Befestigungselement, das komplett aus einem speziellen Kunststoffgemisch besteht und in ein Mauerwerk eingeklebt werden kann. Mit dieser Innovation liegen die Vorteile klar auf der Hand: kein Auskühlen der Wand, keine Tauwasserbildung und somit kein daraus resultierender Schimmel an der Wandinnenseite. Darüber hinaus entstehen keinerlei Knickpunkte, da der Thermdübel in einem Guss aus Kunststoff hergestellt ist. Die Montage ist einfach und anwenderfreundlich. Selbst wenn der Dübel für das Bohrloch zu lang ist, kann dieser stufenlos gekürzt werden. „Wir haben viel Zeit und Mühe in dieses Projekt gesteckt. Bis zum heutigen patentierten Thermdübel waren einige Versuchsreihen und Prototypen nötig. Doch der Aufwand hat sich gelohnt“, sagt Alexander Hupfauf. Wir gratulieren zu dieser durchdachten und nachhaltigen Entwicklung.

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Förderpreis 2016

SEIZ ®  Lasertemp – für mehr Sicherheit der Feuerwehr-Einsatzkräfte

Ein Gebäude steht in Flammen. Die Feuerwehr geht hinein. Eine verschlossene Türe. Was passiert beim Öffnen? Flashover. 1 000 Grad Celsius. Lebensgefahr!

Dies ist keine Szene aus einem Actionfilm, sondern Alltag der Feuerwehrleute auf der ganzen Welt. Sie setzen sich Risiken aus, um Andere zu retten. Mit der neuesten Entwicklung aus dem Hause SEIZ wird nun denen geholfen, die helfen.

Das SEIZ ®  Lasertemp ist ein patentiertes Temperaturmessgerät, das mithilfe von Druckknöpfen und einem Snapband auf dem Handrücken eines Einsatzhandschuhs der Feuerwehr befestigt werden kann. Das Gerät erlaubt es den Einsatzkräften bei einem Brand in Sekundenbruchteilen eine Oberflächentemperatur zu ermitteln. Bisher musste der Feuerwehrmann vor dem Öffnen einer Türe im Innenangriff seine Handschuhe ausziehen, um mit der bloßen Hand die Temperatur der Türe zu erfühlen. Ist die Oberfläche warm oder heiß, so ist mit einem Feuer hinter der Türe zu rechnen. Doch durch das Öffnen und der damit verbundenen Luftzufuhr kann eine Rauchgasdurchzündung, ein sogenannter Flashover, auftreten. Hierbei kam es in der Vergangenheit bereits zu sehr schweren Unfällen.

Mit der Innovation SEIZ ®  Lasertemp lässt sich schnell, aus sicherer Distanz und mit kompletter Schutzausrüstung, die genaue Temperatur erfassen und die Gefahr einschätzen. Die ermittelte Temperatur wird auf zwei Displays in Grad Celsius und anhand von Leuchtdioden dargestellt. Bis 60 Grad Celsius leuchten grüne LEDs, bis 360 Grad Celsius rote. Selbst in stark verrauchten Räumen sind die optischen Signale gut sichtbar. Darüber hinaus ermöglicht ein eingebauter Laserpointer, mit einer Reichweite von 30 Metern, eine nonverbale Kommunikation am Einsatzort. Eingeschaltet wird das EX-geschützte Sicherheitstool durch ein ruckartiges Handschütteln. Herkömmliche Temperaturmessgeräte lassen sich mit dicken Einsatzhandschuhen nur schwer und niemals „freihändig“ bedienen. Firmeninhaber Rainer Seiz, 
der selbst jahrelang aktiver Feuerwehrmann war, ist sich sicher, dass das SEIZ ®  Lasertemp die Einsatz-Anweisungen im Feuerwehrbereich revolutioniert.

„Meine Eltern Friedrich und Hedwig Seiz gründeten 1961 in unserem damaligen Wohnhaus in Metzingen-Glems das Unternehmen. Die Waschküche des alten Bauernhauses wurde zur Stanzerei, das Wohnzimmer zum Nähraum“, erklärt Rainer Seiz, der das Familienunternehmen in zweiter Generation erfolgreich weiterführt. Heute ist die Firma SEIZ einer der bekanntesten Hersteller textiler Handschuhe mit rund 1 000 Handschuhtypen im Portfolio. „Ich bin stolz auf diesen Preis und die kontinuierliche Innovations-kraft unseres Unternehmens“, so Rainer Seiz. Zu Recht darf man diesem Förderpreisträger herzlich gratulieren!

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Hauptpreis 2015

Innovation mit Tradition

belton free ist die technologische Revolution der Lackspraydose1956 brachte Peter Kwasny die geniale Idee aus den USA mit, Lacksprays für Autos zu produzieren. 1966 lief das erste Auto-K Spray-Set in Gundelsheim vom Band und der Begriff „Lackierwerkstatt im Dosen-format“ prägte fortan die Fachwelt. Es folgten weitere Entwicklungen und die Einführungen der erfolgreichen Marken belton und SprayMax. 2014 wird mit der Innovation belton free die Erfolgsgeschichte der Peter Kwasny GmbH weitergeschrieben und ein neuer Meilenstein gesetzt.

belton free basiert auf einer völlig neuartigen, aerosolstabilen Wasserlack-Technologie und setzt beim umweltfreundlichen Lackieren neue Maßstäbe. Bisherige wasserbasierende Lacksprays sind auf Kunstharzbasis, mit hohem Lösemittelgehalt sowie deutlichen Geruchsbelastungen. Dieser Umstand war Initialzündung der Idee, einen umweltfreundlichen Wasserlack als Lackspray zu entwickeln.

Es folgten fundierte Marktanalysen und eine kontinuierliche Forschung & Entwicklung in einer technologischen Gemeinschaftsarbeit mit der BASF SE Ludwigshafen, bis hin zur Marktreife des Produkts. Das Ergebnis: Mit belton free ist es gelungen, ein zu 95 Prozent wasserbasierendes, nahezu lösemittelfreies und geruchsneutrales Lackspray zu entwickeln. Der Ausstoß von Kohlendioxid und flüchtigen organischen Verbindungen wird durch belton free deutlich reduziert. Den Anwender überzeugt der, für innen und außen geeignete Sprühlack durch seine Ergiebigkeit, schnelle Trocknung und brilliante Optik. belton free wird aber auch der zunehmenden Nachfrage nach umweltfreundlichen Erzeugnissen gerecht. Weg von lösemittelhaltigen Produkten, hin zu wasserbasierenden Aerosolen – diese Zukunft will und wird das Unternehmen Peter Kwasny GmbH gestalten. Was Firmengründer Peter Kwasny einst als Pionier der Lackspraydosen für Autolackreparaturen begann, führen Tochter Sabine Kwasny-Grimminger und Sohn Hans-Peter Kwasny in zweiter Generation mit rund 400 Mitarbeitern erfolgreich weiter. Die Vermarktung der Produkte erfolgt weltweit. Das zu 100% in Familienbesitz geführte Unternehmen produziert seine Produkte ausschließlich am Werk in Gundelsheim, die über das Logistikzentrum in Sinsheim vertrieben werden. Eine klare Bekenntnis zu Identifikation und Verwurzelung mit der Region.

Wir gratulieren dem Hauptpreisträger VR-InnovationsPreis Mittelstand 2015 zu diesem herausragenden Erfolg!

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Preis des Handwerks 2015

Ready to move mit LoCo von Movecat

Ob in der Wiener Staatsoper, bei „The Voice of Germany“, im New Opera House Oslo oder in der Sydney Town Hall – was „made in Nufringen“ entsteht, findet man auf zahlreichen Bühnen und Shows der Welt. Mit rund 40 Mitarbeitern entwickelt, produziert und vertreibt die Think Abele GmbH & Co. KG individuelle Projektlösungen für die Veranstaltungs- und Bühnentechnik unter der Marke Movecat. Für die Zuschauer und Teilnehmer bleiben diese Produkte oft unscheinbar oder im Verborgenen. Erst bei näherer oder bewusster Betrachtung erkennt man die Stars der Bühnentechnik: Mit Kettenzügen, Winden, Antrieben, Steuerungen und Kabelsystemen werden einzelne Traglasten von 125 kg bis 5.000 kg bewegt und Geschwindigkeiten von 0 bis 180 Meter pro Minute erreicht.

Stetig wachsende Anforderungen in aktuellen Bühnen- und Showproduktionen fordern jedoch die Firmen-gründer Andrew Abele und Thomas Abele immer wieder aufs Neue. Doch „geht nicht gibt’s nicht!“. Die Brüder stellen sich gemeinsam mit Oliver Nachbauer und ihrem Team den Herausforderungen am Markt. Die hauseigene Neuentwicklung mit dem Namen LoCo (abgekürzt für Load Control) ist ein bestes Beispiel für die Innovationskraft des inhabergeführten Unternehmens. Bei dem Produkt handelt es sich um ein modulares, elektronisches Lastmesssystem zur Überwachung und Auswertung von Lasten, die über Personen in Theatern, auf Bühnenshows oder bei Veranstaltungen aufgehängt oder bewegt werden. Mittels Sensoren und Receivern wird eine 24/7-Echtzeitanalyse der Lasten ermöglicht. Einzelne Lastmess-Sensoren lassen sich bis hin zu einem Netzwerkverbund mit bis zu 240 Mess-Sensoren skalieren. Die Bedienung kann einfach und intuitiv über ein funktionales Multicolor-Display erfolgen. Weiterhin lassen sich die Daten per WLAN auf handelsübliche Smartphones und Tablets übertragen. Kurzum: LoCo ist eine echte Neuheit mit enormer Bedeutung für die Sicherheit von Menschen, Material und Gebäuden.

Bereits im Teenageralter gründeten die Abele-Brüder eine Tourneedisco. 1986 folgte die Firmengründung als Spezialanbieter für Bühnen- und Veranstaltungstechnik in einer Doppelgarage, in der damals Musikbands wie „Die Fantastischen Vier“ und „PUR“ ein und ausgingen. Heute gehört die Think Abele GmbH & Co. KG mit seinem Equipment zu den renommiertesten Adressen in der Showbranche. Ein verdienter Preisträger des Handwerks, dem wir herzlich gratulieren!

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Förderpreis 2015

Mechanisches Hackschnitzel-Trocknungsverfahren

Umgeben von sattem Grün, inmitten des schönen Nordschwarzwalds, befindet sich das Sägewerk Bohnert. Der Geruch von Holz ist allgegenwärtig. Seit über 110 Jahren lebt der traditionelle Familienbetrieb von und mit dem Naturmaterial. Johannes Bohnert ist seit 2003 Geschäftsführer in der 5. Generation. Doch Tradition und Fortschritt stehen in seinem Sägewerk nicht im Widerspruch, sondern sind eng miteinander verwoben. Stetig investiert er in die Modernisierung seiner Anlagen, um hochwertige Schnitthölzer seinen Kunden anzubieten. Seit geraumer Zeit fließt sein Herzblut aber auch in eine neue, eigens entwickelte Innovation – die sogenannte Hackschnitzelpresse – die er gemeinsam mit seinem Neffen Simon Bäuerle und Freund Christofer Gutmann entwickelte. Der Clou: Durch ein mechanisches Pressverfahren kann mit minimalstem Energieaufwand der Heizwert sägefrischer Hackschnitzel verdoppelt werden. Der Wassergehalt reduziert sich dabei von ca. 60% auf bis zu 35%.

Als Matrize zur Trennung von flüssigen und festen Anteilen dient eine speziell entwickelte und patentierte Kette. Hierauf ist das Entwicklerteam um Johannes Bohnert besonders stolz. Die Zuführungskette ist selbstreinigend gebaut und äußerst robust, der Service- bzw. Instandhaltungsaufwand daher sehr gering.

Johannes Bohnert vergleicht das Verfahren mit dem Auswringen eines nassen Handtuches und nennt ein anderes Beispiel: ein Kubikmeter nasser Holzschnitzel wiegt ca. 300 kg. Nachdem die Schnitzel die Maschine durchwanderten, haben sie dasselbe Volumen, wiegen jedoch nur noch rund 225 kg, weil das im Holz eingeschlossene Wasser zum Großteil ausgequetscht wurde. Bisherige Anlagen zur Hackschnitzel-trocknung basieren nahezu alle auf thermischer Trocknung, d.h. durch erhitzte Luft verdampft das im Holz eingeschlossene Wasser. Der Nachteil bei diesem Verfahren ist ein enorm hoher Energiebedarf.

Die Entwicklung der Maschine fand komplett in Bohnerts Sägewerk statt, ein großes Netzwerk an Fachleuten und Tüftlern war daran beteiligt. Das Projekt wurde zudem von der Hochschule Rottenburg begleitet. Heute arbeitet das Team an einer neuen, optimierten Hackschnitzelpresse mit fünffachem Materialdurchsatz.

Eine durchdachte Innovation mit Potential – herzlichen Glückwunsch zum Förderpreis VR-Innovations-Preis 2015!

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Hauptpreis 2014

SuperSilent - Von der Kunst, den richtigen Ton zu treffen

Eine kreisförmige Metallscheibe, gepaart mit wuchtigen Schneidezähnen und einer Mittelbohrung - die typische Bauform eines herkömmlichen Kreissägeblatts. Was aber, wenn Begrifflichkeiten wie herkömmlich, funktional und Produktevolution nicht mehr genug sind? Im Bereich Sägewerkzeuge bereits Weltmarktführer, gelang es der AKE Knebel GmbH & Co. KG mit Antrieb und Innovationsgeist, das Kreissägeblatt von Grund auf zu revolutionieren. Anstatt die bisherige Konstruktionsweise zu verbessern, verfolgte Geschäftsführer Alexander Knebel lieber den Ansatz, diese von Grund auf zu hinterfragen. Nach neunmonatiger Entwicklungszeit präsentierte AKE im Mai 2013 eine absolute Weltneuheit.

Mit SuperSilent entstand ein Kreissägeblatt, das seinem Namen mehr als nur gerecht wird. Die einzigartige Konstruktion verringert den Geräuschpegel im laufenden Betrieb um beeindruckende 20 Dezibel. Mit anderen Worten: Aus einem Presslufthammer wird eine angeregte Unterhaltung. Der Verzicht auf Spanräume sorgt für einen nahezu geräuschlosen Leerlauf und stellt geltende physikalische Annahmen komplett auf den Kopf. Das Ganze erinnert schon sehr an die Hummel, die mit einer Flügelfläche von 0,7 cm² bei 1,2 Gramm nach den Gesetzen der Aerodynamik eigentlich nicht fliegen kann. Die Hummel weiß das nicht und fliegt einfach.

Genau wie die SuperSilent, die einfach sägt und dabei mit skalpellhafter Schnittgüte zu überzeugen weiß. Eine universelle Einsatzeignung für die verschiedensten Holzarten, hohe Wirtschaftlichkeit und eine drastisch verringerte Verletzungsgefahr bei der Handhabung runden die Innovation gelungen ab. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Die Schneidezähne sind auf den ersten Blick kaum wahrnehmbar.

Insgesamt wirkt der Auftritt der SuperSilent recht untypisch für ein Sägeblatt. Anstatt mit dominanter Aggressivität, glänzt es vielmehr mit femininen Eigenschaften, wie filigraner Bescheidenheit, was ihr zu Recht den liebevoll gemeinten Spitznamen SuSi einbrachte.

Eine „Dame“ für einschneidende Erlebnisse eben und ein verdienter Träger unseres Hauptpreises 2014 – Herzlichen Glückwunsch!

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Preis des Handwerks 2014

ZAGRO Bahn- und Baumaschinen GmbH - Emissionsfrei. Wendig. Flexibel. Der E-Maxi.

Der 1969 gegründete Familienbetrieb konzentrierte sich zunächst auf die Konstruktion, Fertigung und den Vertrieb von Baumaschinen und Sonderfahrzeugen. Mit der Erweiterung des Produktportfolios im Jahr 1973 um Rangierfahrzeuge zum Verschieben von Waggons und Triebfahrzeugen, avancierte das Unternehmen endgültig zu einer festen Größe in der Eisenbahnindustrie.

2009 begann unter Leitung von Wolfgang Zappel, der das Unternehmen heute in zweiter Generation erfolgreich führt, eine weitere Erfolgsgeschichte – die Entwicklung des E-MAXI. Die ursprünglich mit Diesel- und Benzinmotoren betriebenen Rangierfahrzeuge konnten nach dreijähriger Entwicklungszeit erstmalig als völlig emissionsfreie Zweiwegfahrzeuge angeboten werden. Zugleich war damit die Grundlage für eine deutlich vielfältigere Verwendung und stark verbesserte Handhabung geschaffen.

Durch die Implementierung des Elektromotors war es nun möglich, eine Allradlenkung zu integrieren, mit der alle vier Antriebsräder um jeweils 135° frei lenkbar sind. Eine absolute Weltneuheit, die es ermöglicht, das Fahrzeug auf engstem Raum sicher manövrieren zu können. Selbst Kreis- und Diagonalfahrten stellen den E-MAXI vor keinerlei Schwierigkeiten. Die innovative doppelte Kuppelstangenaufnahme ermöglicht außerdem ein variables Ankuppeln und das Rangieren in beide Fahrtrichtungen, ohne das Fahrzeug abzugleisen.

Ein Absatz von 50 Fahrzeugen im Jahr 2013 untermauert diesen Erfolg eindrucksvoll. Durch die Einführung eines Kits, das auf einem Baukastenprinzip basiert, soll es zudem gelingen, künftig 100 Fahrzeuge pro Jahr bereitzustellen. Was der Firma ZAGRO zu Gute kommt, hilft auch den Schwellenländern in die exportiert wird. Die dort ansässigen Händler werden mit dem Kit in die Lage versetzt, regionale Rohstoffe bei der Fertigung mit einzubeziehen und so Arbeitsplätze in den Abnehmerländern zu schaffen.

Ein weiterer Grund, warum wir der ZAGRO Bahn- und Baumaschinen GmbH herzlich zum diesjährigen Sonderpreis für das Handwerk gratulieren.

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Förderpreis 2014

Blue Synergie GmbH - sauberer Strom aus schmutzigem Wasser

Regenerative und dezentrale Energiequelle mit hohem Amortisierungsfaktor für Ballungsräume gesucht. Die Wunschvorstellung eines Naturromantikers? Mitnichten. Denn diese Quelle liegt uns im wahrsten Sinne des Wortes bereits zu Füßen. Der Blue Synergy GmbH gelingt es just dort einen Mehrwert zu generieren, wo ihn wahrscheinlich die Wenigsten vermuten würden. In der Kanalisation. Seit der Gründung 2011, spezialisiert sich das Unternehmen auf Energiegewinnung aus Abwasser. Zunächst um dessen thermische Energie erfolgreich für Kühl- und Heizzwecke zu nutzen. Doch die Potentiale in unserem Abwassernetz – das sich allein in Deutschland auf eine Länge von über 500.000 Kilometer erstreckt – sind noch viel größer. Die dort vorhandene Energie, die durch die Fließbewegung des Wassers entsteht, stellt eine nahezu unerschöpfliche Energiequelle dar. 365 Tage im Jahr. Sieben Tage die Woche. 24 Stunden am Tag.

Die Entwicklung einer Abwasserturbine zur Stromerzeugung, stellte die Ingenieure zunächst jedoch vor zahlreiche Herausforderungen. Denn die Anforderungen an ein solches Gerät sind enorm. Permanente Belastung, große und kleine Trümmerteile, Papierreste oder Haare - all das darf den Dauerbetrieb nicht gefährden. Möglich macht es die besondere Bauweise der Kleinstwasserkraftturbine. Sie ist ein Außenläufer - der Mittelbereich bleibt also frei. Das macht sie nahezu unkaputtbar, denn während andere Modelle versanden oder verkleben, können hier auch größere Objekte problemlos durch die Turbine geschleust werden.

Durch die unterirdische Nutzung entzieht sich die Energiegewinnung aus Abwasser zudem jeglicher politischer Diskussionen, die bei Windkraftanlagen oder Solarparks heute auf der Tagesordnung stehen. Auch die Vorteile gegenüber herkömmlichen Kleinwasserwerken liegen auf der Hand. Während diese oftmals einen drastischen Eingriff in die Natur erfordern, kann die Abwasserturbine von Tobias Bergmann und seinem Team ökologisch unbedenklich genutzt werden, weil sie einfach in das bestehende Kanalnetz implementiert wird.

Plug and play - so einfach funktioniert ökologischer Strom mit Blue Synergy, was dem Unternehmen völlig zu Recht den diesjährigen Förderpreis einbringt. Wir gratulieren!

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Hauptpreis 2013

Dynamischer Energiespeicher DES – Bremsenergie managen

Einfach, effizient und intelligent – so leicht könnte man die Entwicklung der Michael Koch GmbH aus Ubstadt-Weiher auf den Punkt bringen. Der enormen Innovationskraft, die hinter der Entwicklung des dynamischen Energiespeichers DES steht, wird diese Vereinfachung jedoch nicht gerecht. 

Was bedeutet es eigentlich Bremsenergie zu managen? Die Möglichkeiten für Bremsenergiemanagement im Bereich der elektrischen Antriebstechnik waren lange Zeit von Kompromissen geprägt. Während Bremswiderstände die beim Bremsvorgang frei werdende Energie in Wärme umwandeln, dienen Rückspeiseeinheiten dazu, diese Energie wieder an das Netz zurückzugeben. 

Da es bei der Rückspeisung zu Netzirritationen kommen kann, die im schlimmsten Fall zu Folgeschäden führen, bevorzugen viele Brachen, die auf eine kontinuierliche Spannungsversorgung angewiesen sind, eine netzunabhängige Lösung. 

Im Jahr 2009 setzte es sich die Michael Koch GmbH daher zum Ziel, beide Technologien mittels Elektronik und Software so miteinander zu verknüpfen, dass die geforderte Selbständigkeit des Gerätes jederzeit gewährleistet ist. Ein Ansatz, der durch kontinuierliche und kompromisslose Entwicklungsarbeit im November 2011 mit der Marktreife belohnt wurde.

Das Ergebnis heißt DES – eine kompakte „rote Box“, die bei der Inbetriebnahme auf jeglichen Konfigurationsaufwand verzichtet. Anzuschließen sind lediglich drei Kabel, den Rest erledigt der dynamische Energiespeicher autonom. Die Bremsenergie der Anlage wird aufgenommen, gespeichert und beim nächsten Startvorgang wieder zur Verfügung gestellt. Der branchenübergreifend einsetzbare DES gewährleistet durch seinen modularen Aufbau, bedarfsgerechte Lösungen und somit ein Höchstmaß an Flexibilität. Zudem erhöht sich die Energieeffizienz jeder einzelnen Anlage um bis zu 50%. Das macht den dynamischen Energiespeicher nicht nur unter betriebswirtschaftlichen, sondern auch unter umwelttechnischen Aspekten zu einer Referenz in Sachen Nachhaltigkeit. 

Mehr als genug Gründe also, um unserem diesjährigen Hauptpreisträger herzlich zu gratulieren!  

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Preis des Handwerks 2013

NUR-HOLZ Massivholzelemente – Ökologie bis ins kleinste Detail 

Als Zimmerei in Oberharmersbach gegründet spielt der Werkstoff Holz bei Firma Rombach Bauholz + Abbund GmbH seit jeher eine entscheidende Rolle. Denn für das Unternehmen und seine Mitarbeiter war Holz schon immer weit mehr als einfach nur Holz. Der nachwachsende Rohstoff bildet bis heute die Erfolgsgrundlage für ökologisch und ökonomisch verantwortliches Handeln. Dieser Philosophie und der hohen Identifikation eines jeden Einzelnen ist es zu verdanken, dass der in dritter Generation geführte Familienbetrieb heute zu den Markführern im Bereich Vollholzbau zählt. 

So überrascht es auch nicht, dass die 2009 begonnene Entwicklung von NUR-HOLZ unternehmensintern enorme Potentiale freisetzte. Mit Kreativität, Leistungsbereitschaft und Liebe zum Detail, gelang es, ein kompromissloses Massivholzsystem, für Haus-, Gewerbe- und Industriebau zu entwerfen, das in dieser Form Maßstäbe setzt. Diese Detailliebe manifestiert sich in einer aus Hartholz gefertigten Vollholzgewindeschraube, die die Basis für das komplett recycelbare System bildet. So können Massivholzelemente, in Kreuz- und Diagonallagen aufeinandergelegt, vollkommen leimfrei und ohne die Zuhilfenahme von Metallteilen miteinander verbunden werden. Ein Alleinstellungsmerkmal, das nicht nur Allergikern und umweltbewussten Bauherren völlig neue Perspektiven eröffnet. 

Denn wer wie Geschäftsführer Rolf Rombach auf nachwachsende Rohstoffe als Geschäftsgrundlage setzt, der besitzt auch ein Gespür dafür, was gesundes Wachstum bedeutet. Mit der Innovation NUR-HOLZ gelang es dem mittelständischen Unternehmen nicht nur Arbeitsplätze zu sichern, sondern die Mitarbeiteranzahl binnen vier Jahren, um nahezu 50% zu erhöhen. Darüber hinaus schafft die Rombach Bauholz + Abbund GmbH durch die Kooperation mit Hochschulen Studienplätze im Ingenieurholzbau und bereitet so den Boden für die Fachkräfte der Zukunft. Rundum eine außergewöhnliche Leistung, die das Vorzeigeunternehmen zu einem würdigen Sonderpreisträger des VR-InnovationsPreis Mittelstand 2013 macht. 

Herzlichen Glückwunsch!

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Förderpreis 2013

trueGEOvision – Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte

Mit der Entscheidung zum Ausstieg aus der Atomenergie erhöht sich der Stellenwert regenerativer Energiequellen massiv. Doch ökologische Energiegewinnung ist keineswegs frei von Vorbehalten und unterliegt einem starken öffentlichen Interesse. Kaum eine Technik ist dabei so umstritten, wie die Errichtung von Windenergieanlagen (sog. WEAs), die nachhaltige Veränderungen des Landschaftsbilds mit sich bringen. Unumstritten ist hingegen die Tatsache, dass solche Windkraftanlagen für eine zukunftsfähige und nachhaltige Stromerzeugung notwendig sind. Umso wichtiger ist es, betroffene Bürger, bei der Projektierung solcher Anlagen frühzeitig zu beteiligen und ihren Belangen mit Sensibilität zu begegnen. Diese bestehen zu Recht auf eine umfassende und offene Informationspolitik in der Planungsphase. 

Bediente man sich bei der Darstellung der WEAs in der Regel bisher dem Prinzip der Fotomontage, die auf Grund von Ungenauigkeiten zunehmend an Akzeptanz verliert, steht mit trueGEOvision heute ein deutlich genaueres Instrument für die Visualisierung zur Verfügung. Dabei handelt es sich um eine neuartige, belastbare Methode zur 3D Darstellung im Landschaftsbild, mit der sich Windenergieanlagen maßstabsgetreu und aus beliebigen Perspektiven simulieren lassen. Grobe Fehleinflüsse bei der Veranschaulichung mittels Fotomontage, wie die tatsächlichen Dimensionen und die Platzierung solcher Anlagen, gehören damit endgültig der Vergangenheit an.  

Die Zimmermann & Meixner 3D Welt GmbH hilft somit aktiv mit, dass fachlich richtige Diskussionen nicht durch falsche Bilder in eine falsche Richtung gelenkt werden. Dank jahrelanger Erfahrung in der Vermessung, gelang es dem Unternehmen innerhalb von nur fünf Monaten eine erste Idee zur Marktreife zu führen. Durch die Berechnung von Geodatenmodellen garantiert trueGEOvision heute ein Höchstmaß an Präzision und Transparenz und leistet so einen entscheidenden Beitrag zur Erhöhung der Glaubwürdigkeit und Versachlichung. 

Für diese innovative Leistung gratulieren wird dem Unternehmen zum Förderpreis VR-InnovationsPreis Mittelstand 2013! 

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Hauptpreis 2012

HYPERRAILLE® - das “Laptop“ für Blinde

1825 entwickelte Louis Braille die nach ihm benannte Schrift um blinden und stark sehbehinderten Menschen das Lesen zu ermöglichen. Mit Beginn des Computerzeitalters wurde dieses System in Form von elektronischen Braille-Zeilen umgesetzt. DOS-basierende Computer waren somit auch blinden Menschen zugänglich. Mit dem Einzug von graphischen Bedienoberflächen, wie z.B. Microsoft Windows wurde die Umsetzung des Bildschirms in die Braille-Zeile jedoch schlagartig unkomfortabel und aufwendig. Webseiten, Diagramme und andere grafische Inhalte konnten mit dieser Technik nicht dargestellt werden.Die metec AG nahm 1975 Ihre Geschäftstätigkeit auf und lieferte die ersten

elektronischen Braille-Ausgaben für Taschenrechner aus. Mit dem Siegeszug des PC´s baute die metec AG ihr Know-How im Bereich der taktilen Braille-Zeilen weiter aus und entwickelte schließlich als Marktführer das erste zweidimensionale Flächendisplay. Durch den Einsatz modernster MID-Technologie konnte schließlich eine berührungsempfindliche Tastfläche entwickelt werden, die eine neue Dimension in der taktilen Wahrnehmung ermöglicht und damit das Herzstück von HYPERRAILLE® bildet.

Mit HYPERBRAILLE® können nun 7.200 taktile Punkte auf engstem Raum separat angesteuert werden. Somit ist erstmals die Erfassung und Darstellung von graphischen Strukturen für Blinde möglich. Durch die tast-sensitive Oberfläche kann der Benutzer wie mit einer Maus klicken und bekannte Touch-Screen Funktionalitäten, wie Scrollen oder Zoomen verwenden. Doch die hardwaretechnische Umsetzung des Computerinhalts war nicht die einzige Herausforderung: Damit die hochaufgelösten Bildschirminhalte auf dem relativ grob gerasterten HYPERBRAILLE®-Display korrekt dargestellt werden können, musste erst eine spezielle Software entwickelt werden. Das HYPERBRAILLE® Programpaket "entfeinert" die darzustellenden Inhalte um den Faktor 100 und macht gleichzeitig die Informationen erkennbar und nutzbar.

Mit diesem Zusammenspiel aus modernster Hardware sowie der, in Zusammenarbeit mit Blinden, durchdachten und entwickelten Software bietet die metec AG erstmals die Möglichkeit Programme, wie Excel oder Powerpoint, für Nicht-Sehende sinnvoll zu nutzen. Braille-Schrift und Graphiken können beliebig gemischt werden und eröffnen so den Anwendern neue Berufsfelder z.B. im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich. 

Kurz: HYPERBRAILLE® ermöglicht blinden und stark sehbehinderten Computer- und IT-Benutzern den Sprung aus der seriellen buchstaben- und zeilenorientierten DOS-Welt in die zweidimensionale strukturierte Windows-Welt ihrer Umgebung.

Wir gratulieren der Firma metec AG aus Stuttgart zu dieser innovativen Leistung!

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Preis des Handwerks 2012

Mit Sunbrain wird aus Sonne Strom und Wärme

Für den effektiven Einsatz von Solarenergie waren bisher zwei Systeme parallel nötig. Photovoltaik-Anlagen (PV) erzeugen Strom, Solarthermie-Anlagen sind dagegen für die Warmwasseraufbereitung notwendig. In den letzten Jahren wurden die staatlichen Zuschüsse für Solaranlagen schrittweise zurückgefahren und die Form der regenerativen Energieerzeugung wurde folglich immer unlukrativer.

Dem gegenüber stehen immer effizientere und günstigere Solar-Panele und der Wunsch nach Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Was liegt also näher, als diese beiden Systeme miteinander zu kombinieren und möglichst intelligent zu nutzen? Das dachte sich auch Fritz Stiehle. Doch dem Firmeninhaber wurde schnell bewusst, dass kein entsprechendes Konzept am Markt existierte, sodass er sich selbst an die Entwicklung einer Lösung machte.

Das Ergebnis der Forschungs- und Entwicklungsarbeit ist Sunbrain – ein Steuergerät zur Optimierung der Eigennutzung des selbst erzeugten Solarstromes. Das "Sonnengehirn" misst die aktuelle Solarstromleistung und steuert bei entsprechend ausreichender Leistung und nach persönlicher Prioritätenvorgabe, die elektronischen Verbraucher im Haushalt, wie z.B. eine Waschmaschine oder den Backofen.

Das geniale an Sunbrain: Die überschüssig vorhandene Energie zur Hauptsonnenzeit wird für die Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstützung verwendet. Über den Energiespeicher Wasser kann die zuvor solar erzeugte Energie somit auch Nachts oder bei Bewölkung genutzt werden. Ein weiterer Vorteil ist der Wegfall der Solarthermie. Warmes Wasser wird dank Sunbrain mit dem, von der PV-Anlage erzeugten Strom aufbereitet. Somit werden zusätzliche Flächen auf dem Dach frei, was wiederum die Gesamtkapazität der Hausanlage erhöht. Dadurch können auch energiehungrige Verbraucher, wie z.B. Elektroautos, CO2-neutral und kostengünstig versorgt werden.

Ziel ist es, möglichst viel Energie selbst zu verbrauchen. Wenn alle Verbraucher bedient sind, wird die überschüssige Energie auch weiterhin gegen Entgelt in das Stromnetz eingespeisst. Sunbrain-Kunden entlasten durch den hohen Eigenverbrauch die Stromnetze und sind weitgehend unabhängig von Ihrem Netzbetreiber und steigenden Strompreisen.

Zukünftig kann Sunbrain den gesamten elektrischen Energiebedarf eines Haushaltes, einschließlich einer Ladestation für ein Elektroauto steuern und so die Nutzung des PV-Stromes optimieren. 

Wir gratulieren der Firma Stiehle aus Hayingen-Oberwilzingen zu dieser Neuentwicklung sowie dem großen Schritt für noch mehr Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung.

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Förderpreis 2012

In diesem Jahr wurde kein Förderpreis vergeben.

Hauptpreis 2011

Wärme, die aus der Kälte kommt

Eine der wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit ist der Klimaschutz. Erneuerbare Energieformen, die keinen CO2-Ausstoß verursachen, sind hierfür die Schlüsselfaktoren. Die Firma isocal HeizKühlsysteme GmbH aus Friedrichshafen hat eine alte Idee - Kälte aus dem Winter zu speichern und damit im Sommer zu kühlen - mit modernster Technik neu umgesetzt und sorgt dabei auch noch für optimale Energieeffizienz. 

„Der Gedanke war, ein umweltfreundliches Energiekonzept zu einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis zu entwickeln“ erklärt Alexander von Rohr, der im Jahr 2005 das Unternehmen gründete und heute zusammen mit Heiko Lüdemann führt. Mit der Erfindung des SolarEis-Systems gelang es den beiden Geschäftsführern, einen großen Beitrag im Bereich der Heiz- und Kältetechnik zu leisten. Es ist das einzige Heiz- bzw. Klimasystem, das auf höchst ökonomische Art und Weise fünf natürliche Energiequellen - Sonne, Luft, Erdwärme, Wasser und Eis - kombiniert und sowohl zum Heizen als auch zum Kühlen nutzt. Für diese Innovation erhält das Unternehmen den begehrten Hauptpreis des VR-InnovationsPreis Mittelstand 2011.

Das System basiert dabei auf physikalischen Grundprinzipien. Verwandelt sich Wasser zu Eis wird eine sehr große Wärmemenge – die Kristallisationswärme – frei. Diese Wärme wird in der kalten Jahreszeit zum Heizen genutzt, indem dem unterirdisch angelegten SolarEis-Speicher so lange die darin enthaltene Energie entzogen wird, bis das im Speicher enthaltene Wasser zu Eis gefriert. Im Sommer wechselt das SolarEis-System vom Heiz- in den Kühlbetrieb. Das Eis nimmt die überschüssige Wärme eines Gebäudes auf und kühlt dieses ohne energetischen Zusatzaufwand. Dabei wird die entzogene Wärme dem unterirdischen Speicher wieder zugeführt und das Eis beginnt zu schmelzen. Am Ende eines Sommers bleibt „nur“ warmes Wasser übrig. Das System hat sich selbst regeneriert und ist bereit für die nächste bevorstehende Heizperiode.

Im Gegensatz zu geothermischen Anlagen, die oftmals unter Leistungsminderung durch Abkühlung des Erdreiches oder Vereisung leiden, liefert SolarEis zuverlässige Ergebnisse und kann gefahrlos für die Umwelt sogar in Grundwasserschutzgebieten eingesetzt werden. Einige Dutzend Eisspeicher sind bereits zuverlässig in Betrieb – vom Einfamilienhaus bis zu zahlreichen Großprojekten, wie beispielsweise dem Stuttgarter Stadtarchiv. Die Einsatzbereiche werden auch in Zukunft vielfältig sein.

Wir gratulieren der Firma isocal HeizKühlsysteme GmbH zu dieser herausragenden Innovation!

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Preis des Handwerks 2011

MID und LED - Zusammenführung von zwei Zukunftstechnologien

Im Auto, beim nächtlichen Flanieren durch die Stadt und selbst beim Zahnarzt kann man heute in vielen Bereichen des Lebens den Produkten der Firma 2E mechatronic GmbH & Co. KG aus Kirchheim unter Teck begegnen. 

Bereits seit 1998 befasst sich das Unternehmen mit der MID-Technologie (Molded Interconnect Devise Technologie). „Das bedeutet, dass ein im Spritzguss hergestelltes Gehäuse gleichzeitig als Leitungsträger für elektronische Schaltungen dient. Im Gegensatz zu herkömmlichen Platinen können so die Schaltkreise im 3-dimensionalen Raum aufgebracht und viel Platz eingespart werden“, erklärt Geschäftsführer Uwe Remer. Kombiniert mit intensivem Engagement unter anderem auch auf dem Gebiet der LED-Technologie war dies die Grundlage für das innovative und leistungsstarke MID-LED-Leuchtelement, für das das Unternehmen mit dem Sonderpreis VR-InnovationsPreis Mittelstand 2011 ausgezeichnet wurde.

Bereits nach sechs Monaten Entwicklungszeit konnte das MID-LED-Leuchtelement mithilfe des bewährten MID-LDS-Verfahrens (Laserdirektstrukturieren) hergestellt werden und auf den eigenen Produktionsanlagen am Firmensitz in Serie gehen. 

Verwendung findet das hocheffiziente Leuchtelement vor allem in der Dentaltechnik, wo bisher Hochdrucklampen zum Einsatz kamen. Damit wurde die MID-LDS-Technologie erstmals erfolgreich in der Medizintechnik zu Einsatz gebracht. Die herkömmliche Lampe kann einfach gegen das neue MID-LED-Leuchtelement ausgetauscht werden, da die benötigten Schaltkreise in der Fassung des LED-Körpers integriert wurden. Eine erhebliche Steigerung der Leuchtkraft sowie eine bis zu 6-fache Lebensdauer bei gleichzeitiger Senkung des Energieverbrauchs - die Vorteile dieser Innovation im Vergleich zum herkömmlichen Leuchtmittel liegen klar auf der Hand. 

Durch die Verknüpfung der Zukunftstechnologien MID und LED kann das Unternehmen 2e mechatronic GmbH & Co. KG schon heute Lösungen für die Anforderungen von Morgen bieten. Weitere Einsatzzwecke in der Medizintechnik wie zum Beispiel bei Endoskopischen Geräten sind geplant. Aber auch in vielen anderen Branchen wird das MID-LED-Leuchtelement seine Anwendung finden.

Dem Unternehmen gratulieren wir zu dieser zukunftsweisenden Entwicklung!

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Förderpreis 2011

Sicherheit ohne Kompromisse

Spielende Kinder erkennen oft nicht die Gefahr, die von Toranlagen ausgehen kann. Denn selbst heute noch werden scheinbar moderne Tore verbaut, welche nicht den optimalen Unfallschutz bieten. So kommt es immer wieder zu stellenweise tragischen Unfällen, weil sich Kinder aus Spaß an die Rollgitter hängen.

Diese Tatsache ist für Günther Meißner, Geschäftsführer und Inhaber der Firma Meißner GmbH Toranlagen aus dem badischen Kehl-Auenheim, der Antrieb stets neue Konzepte bei der Herstellung von Rolltoren umzusetzen. Schon vor Jahren entwickelte das Unternehmen Toranlagen, die maximale Sicherheit bieten und vorgeschriebene Sicherheitsstandards bei Weitem übertreffen. Für das innovative Tor MRTG PLUS wurde das Unternehmen nun mit dem Sonderpreis für das Handwerk des VR-Innovationspreis Mittelstand 2011 ausgezeichnet.

„Lange Lebensdauer und individueller Einbau unserer Tore ist für uns eine Selbstverständlichkeit.“ erklärt Günther Meißner. Er steht zu seinem Wort "Kein Tor ist sicherer." Mit einem revolutionären Antriebssystem ausgestattet, schaltet sich das Tor MRTG PLUS ohne zusätzliche Lichtschranken und Sensoren selbständig ab, wenn sich ein Hindernis auf oder unter dem Tor befindet. Dank modernster Steuerungstechnologie wird das gefährliche Mitfahren von Kindern dadurch effektiv verhindert. Durch den Antrieb mit Niedervolt-Motoren ist darüber hinaus eine unterbrechungsfreie Stromversorgung möglich. Sollte der Strom z.B. aufgrund eines Brandes ausfallen, bietet das Tor MRTG PLUS automatische Notöffnungen und somit einen Fluchtweg. Auch Senioren und Behinderten wird diese Technologie gerecht, da es im Notfall ohne technische Hilfsmittel zu öffnen ist. Durch den Verzicht auf jegliche Anbauteile ist eine Manipulation der Sicherheitstechnologie ausgeschlossen.

Zusatzeffekt des Niedervolt-Antriebes ist eine Energieeinsparung von bis zu 80% gegenüber Toren, welche mit 230 Volt Motoren angetrieben werden. Gleichzeitig ist das Tor durch seine hervorragende Laufruhe ideal für Wohnanlagen.

Kurz: Ein einzigartiges Konzept, mit dem die Firma Meißner GmbH Toranlagen europaweit eine Vorreiterrolle einnimmt. Wir gratulieren zu dieser Neuentwicklung und dem großen Schritt für noch mehr Sicherheit!

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Hauptpreis 2010

Revolution im Handling von Solarzellen.

Der VR-Innovationspreis 2010 wird an die Firma J. Schmalz GmbH verliehen. Das mittelständische Unternehmen der Brüder Dr. Kurt Schmalz und Wolfgang Schmalz erhält den Hauptpreis der Volksbanken Raiffeisenbanken für die Entwicklung eines neuartigen Vakuumgreifers für die Photovoltaik-Industrie, den Schmalz-Wafergreifer (SWG). 

Die Entwicklung dieses technisch anspruchsvollen Produktes wurde durch das außergewöhnliche Engagement und die beeindruckende Innovationskraft des Entwicklungs- und Spezialistenteams der J. Schmalz GmbH möglich. Zudem garantierten konsequente Zusammenarbeit und Austausch im Netzwerk mit externen Forschungseinrichtungen und Endkunden eine Entwicklung nah an den Anforderungen und Bedürfnissen des Marktes. Zentrales Bauelement in der Herstellung von Solarzellen sind so genannte Wafer. Diese Wafer sind äußerst empfindlich, was zu Herausforderungen bei deren Verarbeitung führt. Und hier setzt der Schmalz-Wafergreifer an: Er eliminiert die Nachteile der bisherigen Technik und löst mehrere Probleme der Photovoltaik-Industrie (PV). Der SWG greift die gesamte Fläche des empfindlichen Wafers und ist dadurch besonders schonend. Hunderte Sauglöcher reduzieren die Krafteinwirkung auf den Wafer auf ein Minimum und verhindern die Bildung von Mikrorissen. Durch die optionalen Dämpfungselemente wird dieser positive Effekt noch verstärkt. Die Kontaktfläche aus PEEK (Polyetheretherkon) sorgt für abdruckfreies Handling ohne Oberflächenkontamination. 

Gleichzeitig erfüllt der SWG höchste Anforderungen an Beschleunigung und Prozessgeschwindigkeit. Speziell für die Photovoltaik-Produktion konzipiert, erreicht der Wafer-Greifer von Schmalz Zykluszeiten von unter einer Sekunde. Die große Kontaktfläche zwischen Wafer und Greifer bietet dabei entscheidende Vorteile gegenüber herkömmlichen Greifern. Zum einen sorgt sie für maximale Haltekräfte und garantiert damit die schlupffreie Handhabung von Wafern selbst in komplexen, hoch-dynamischen Prozessschritten mit hoher Querbeschleunigung. Zum anderen können selbst deformierte oder beschädigte Wafer sicher gegriffen und zuverlässig aus dem Prozessraum ausgeführt werden. Das führt zu einer nachhaltigen Erhöhung der Prozessstabilität. Da auch die angesaugte Luft auf Wunsch kontrolliert abgeleitet wird, ist die Produktion unter Reinraumbedingungen möglich.

Auch in der Prozessüberwachung setzt der SWG Maßstäbe. Durch intelligente Sensormodule können selbst komplexe Prüfungsaufgaben bereits in den Handhabungsschritt integriert werden. Beispiele hierfür sind Belegungskontrolle, Doppelbelegungskontrolle, Abstandsprüfung und Brucherkennung.

Durch die genannten Produkteigenschaften ist der SWG für alle Handhabungs- und Prüfungsaufgaben bei der teil- und vollautomatisierten Fertigung von Solarzellen geeignet. Dazu gehören insbesondere die Entnahme der Wafer von Stapeln und Bändern, Pufferung und Gabelung sowie exakte Positionierung von Wafern während und nach der visuellen Inspektion.

Besonders beeindruckend ist dabei, dass diese innovative Technik nach dem Projektstart im Januar 2009 bereits im Mai 2009 auf den Markt gebracht werden konnte. Der Schmalz-Wafergreifer ist bereits jetzt sehr erfolgreich. Die Resonanz von Kunden und auf Messen ist überwältigend. Der Erfolg zeichnet sich auch in den Absatzzahlen ab. 

Wir gratulieren dem Unternehmen zu dieser wegweisenden Innovation.

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Preis des Handwerks 2010

SIMACOVERY®-Wärmepumpen - Aus Abfall wird kostbares Wirtschaftsgut

Die SIMAKA Energie- und Umwelttechnik GmbH entwickelt, produziert und vertreibt innovative Energie- und Umwelttechnik-Systeme. Das Unternehmen aus Argenbühl hat jüngst eine Industrie-Wärmepumpe entwickelt, die aus bislang ungenutzter Wärme, die während des Produktionsprozesses entsteht, wieder nutzbare Energie macht: SIMACOVERY®. Für dieses umweltschonende und innovative Produkt erhält die Firma SIMAKA Energie- und Umwelttechnik, an dessen Spitze Karsten Uitz steht, den Sonderpreis der Volksbanken Raiffeisenbanken 2010.

Grundlage für diese Entwicklung war das gesammelte Fachwissen von Geschäftsführer und Diplom-Ingenieur Karsten Uitz. Er verfolgt mit seiner Firma das unternehmerische und umwelt-orientierte  Ziel aus Abfallwärmeströmen wieder nutzbare Energie zu machen. Mit der hocheffizienten Hochtemperatur-Industriewärmepumpe SIMACOVERY® ist ihm dies auf breiter Front gelungen. Denn das Energierückgewinnungssystem kann in unterschiedlichsten Industrien angewendet werden, wie z. B. bei Energie-Erzeugern, in der chemischen und pharmazeutischen Industrie, in der Papierindustrie, in Lackierbetrieben, Galvanik-Betrieben, Brauereien, Molkereien und Großküchen. 

SIMACOVERY® entzieht unterschiedlichen Medien , wie zum Beispiel Luft, Wasser oder chemischen Substanzen ungenutzte Restwärme mit unterschiedlichen Temperaturlevels. Mit der von SIMAKA Energie- und Umwelttechnik GmbH entwickelten Technologie wird das Temperaturniveau anschließend wieder auf ein nutzbares Maß angehoben. Durch den Einsatz dieser so zurück gewonnen Energie können Unternehmen in beachtlicher Weise Betriebskosten sparen und gleichzeitig den Schadstoff reduzieren. Vor dem Hintergrund stetig steigender Energiekosten und laufend schärferer Umwelt-Vorgaben des Gesetzgebers hilft SIMACOVERY® so die Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit von Betrieben zu sichern. 

Für das Energierückgewinnungssystem SIMACOVERY® wurde bereits ein Patent beantragt. Die Innovation verspricht zudem den bisherigen Erfolg des Unternehmens fortzuschreiben, das seit 2005 beständig wächst. So konnte die SIMAKA Energie- und Umwelttechnik GmbH seit ihrer Gründung die Umsätze verzwölffachen. Selbst in 2009, im Jahr der Wirtschaftkrise, war die Auftragslage so gut, dass das Personal aufgestockt werden konnte. Das Wachstum ist dabei so stark, dass die Firma jüngst in ein größeres Produktions- und Verwaltungsgebäude gezogen ist.

Wir gratulieren der Firma SIMAKA Energie- und Umwelttechnik zu dieser erfolgreichen Innovation. 

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Förderpreis 2010

sparks® Systeme - Spektakuläre Show, spektakulär hell und spektakulär umweltfreundlich

Seit über 28 Jahren beschäftigt sich die LOBO electronic GmbH von Geschäftsführer und Firmengründer Lothar Bopp mit Lasersystemen im Show- und Entertainment-Bereich. Im April 2009 brachte das Unternehmen nach nur 19 Monaten Entwicklungszeit das bisher hellste Multicolour-Lasersystem namens sparks® auf den Markt. Für diese beeindruckende Innovation erhält das Unternehmen aus Aalen den Sonderpreis der Volksbanken Raiffeisenbanken 2010.
 

Bei sparks® handelt es sich um eine neuartige, modular aufgebaute Produktfamilie von Hochleistungsprojektoren, wie sie z. B. zur Erzeugung von räumlichen Strahleneffekten bei Großveranstaltungen oder Projektionen auf Gebäudefassaden zum Einsatz kommen. Bis vor wenigen Jahren waren dafür noch sperrige Lasergeräte nötig, die aufgrund ihres hohen Strom- und starken Kühlungsbedarfes enormen infrastrukturellen und personellen Einsatz verlangten. Die sparks® Systeme hingegen sind nicht nur extrem leicht zu installieren und zu handhaben, sie können auch jederzeit ganz einfach individuell und anwendungsspezifisch umkonfiguriert und erweitert werden. 

Dabei können sparks® Laser extrem helle und spektakuläre Projektionen auch auf sehr große oder auch gewölbte Flächen wie z. B. Gaskesseln, Schnee oder gigantischen Satellitenschüsseln realisieren. Möglich wird dies vor allem durch das von LOBO entwickelte PCS (Post-Collimated Scanning) Verfahren, das das Laserlicht selbst über große Distanzen in einen besonders dünnen und damit sehr hellen Strahl bündelt.

Besonders beeindruckend dabei ist, dass die sparks® Laser trotz dieser hohen Leistungsfähigkeit auf wartungsfreien Dauerbetrieb ausgelegt sind und sogar bei einer Umgebungstemperatur von über 45º betrieben werden können. Dies ermöglicht das fortschrittliche, intelligente thermische Design und das dreifache, aktive Kühlungssystem. Gleichzeitig zeichnen sich die sparks® Systeme durch hohe Umweltfreundlichkeit aus, da der Energieverbrauch im Vergleich zur alten Gas-Ionen-Technologie um rund 99% gesenkt werden konnte.

So viele positive Eigenschaften ziehen den Erfolg an. So konnte die Firma LOBO mit sparks® neben dem Sonderpreis der Volksbanken Raiffeisenbanken bereits zwei Design-Preise gewinnen. Die Innovation sparks® kam außerdem bereits bei hochrangigen Events zum Einsatz, wie zum Beispiel bei der Neujahrsfeier in Bukarest, im EUROPA PARK und beim Nationalfeiertag in Doha. 

Das Unternehmen geht davon aus, dass im Jahr 2010 über 50 % des Gesamtumsatzes durch die sparks®-Serie erzielt werden und für beachtliches Wachstum sorgen wird.

Wir gratulieren der Firma LOBO electronic zu dieser spektakulären Innovation.

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